Noch vor einiger Zeit war es nur bedingt möglich, Drogenkonsum bzw. erhöhter
Alkoholgenuss eindeutig nachweisen zu können.
Durch gezielte Haaranalysen lässt sich jetzt sehr eindeutig ein Drogenkonsum
nachweisen. Es ist sogar möglich den Drogenkonsum nachzuweisen, der ca. 12
Monate zurückliegt. Aufgrund der Follikelzellen, nehmen die Haare durch die
Haarwurzeln Medikamente und Drogenwirkstoffe auf, die im Blut vorhanden sind.
Dadurch ist es sogar möglich, dass ein einmaliger Drogenkonsum nachgewiesen
werden kann.
Für die Haaranalyse werden kleine Haarsträhnen vom Hinterkopf entnommen und für ein
Extraktionsverfahren vorbereitet. Die Haare werden in einer Mühle verkleinert
und in einem Säurebad aufgelöst und die Wirkstoffe werden voneinander getrennt.
In einem Massenspektrometer werden dann die einzelnen Wirkstoffe identifiziert
und analysiert. Überschreiten die Wirkstoffe eine festgelegte Obergrenze ist
ein Drogenkonsum eindeutig bewiesen.
So aussagekräftig wie die Haaranalyse bei Drogenkonsum ist, sind die
Leberwerte bei Alkoholkonsum. Die Leberwerte können durch eine normale
Blutprobe analysiert werden. Aufgrund verschiedener Parameter und Richtwerte
lassen sich unterschiedliche Medikamente und oder toxische Schädigungen der
Leber nachweisen. Wer zum Beispiel eine
medizinisch-psychologische Untersuchung aufgrund einer Trunkenheitsfahrt von
der Führerscheinstelle angeordnet bekommt, muss für die MPU
Leberwerte kontrollieren lassen. Ähnlich wie bei der Haaranalyse gibt
es auch bei den Leberwerten Richtwerte, die nicht überschritten werden dürfen.
Werden erhöhte Werte ausgewiesen, kann man von einem erhöhten Alkoholkonsum
ausgehen, was im Falle einer MPU zur Folge hat, dass man kein positives MPU
Gutachten bekommt und somit noch nicht für den Strassenverkehr geeignet ist.
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